Aktion Amphibienwanderung
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Amphibienschutzzäune im Friesheimer Busch

Jedes Jahr Anfang März beginnen zahlreiche Amphibien ihre Wanderung in Richtung ihrer Laichgewässer. Auch die Gewässer in der Kiesgrube Esser zwischen Bliesheim und Friesheim und im benachbarten Naturschutzgebiet Friesheimer Busch gehören dazu. Um zu verhindern, dass die Kröten beim Überqueren der Straße durch Autoreifen „Profil“ bekommen, werden jedes Jahr im Kurvenbereich zwischen Kiesgrube und Naturschutzgebiet Amphibienschutzzäune aufgebaut.

Während der Krötenwanderung müssen dann die Auffangeimer regelmäßig kontrolliert werden und die darin gefangenen Erdkröten, Kreuzkröten, Gras- und Springfrösche sowie Teich- und Bergmolche auf der anderen Straßenseite an den Gewässern wieder ausgesetzt werden.

Das Aufstellen der Zäune wird durch das Umweltamt der Stadt Erftstadt und der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft organisiert. Betreut werden die Zäune durch Mitarbeiter im Umweltzentrum Friesheimer Busch sowie freiwilligen Bürgern.

Krötensammler gesucht

Wer Interesse hat, sich bei der Amphibienzaunbetreuung zu engagieren, der kann sich bei Jens Hoffesommer, Umweltamt der Stadt Erftstadt, unter der Telefonnummer 02235/409-326 bzw. per E-Mail unter umwelt(at)erftstadt.de oder beim Umweltzentrum unter 02235-959450 melden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, für alle freiwilligen Helfer wird im Vorfeld eine unentgeltliche Amphibien-Schulung angeboten.

Was sind eigentlich Amphibienschutzzäune?

Solche Zäune stellen behelfsmäßige und vorübergehende Amphibienschutzanlagen dar, um nicht nur Kröten sondern alle wandernden Amphibien auf ihrer Wanderung zu schützen. Bei den Zäunen handelt sich meist um ca. 40-50 cm hohe, undurchsichtige Kunststofffolien, die parallel zur Straße aufgebaut werden. Auf der Anwanderungsseite sind direkt am Zaun in regelmäßigen Abständen Fangeimer ebenerdig eingegraben. Der Krötenzaun wird von den wandernden Amphibien als Wanderhindernis wahrgenommen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, fallen die Amphibien in die Fangeimer. Zur Betreuung eines Zauns ist mindestens einmal täglich eine Kontrolle mit Leerung der Fangeimer notwendig. In Zeiten starker Wanderaktivität können sogar täglich mehrmalige Leerungen notwendig sein.